
Die IT Infrastructure Library, kurz ITIL, ist ein Leitfaden zur Unterteilung der Funktionen und Organisation der Prozesse, die im Rahmen des Service orientierten (im Gegensatz zum Technologie orientierten) Betriebs einer IT-Infrastruktur eines Unternehmens entstehen (IT-Service Management).
Die Organisation von IT-Prozessen hat sich mit ITIL und ISO/IEC 20000 als Standard weltweit verbreitet. In Deutschland wächst die Bedeutung ebenfalls stetig.
ITIL versucht keine endgültige und umfassende Standardisierung, sondern verfolgt einen sog. „Best-Practice"-Ansatz. Dabei werden in der Praxis erfolgreiche Modelle und Organisationsformen so beschrieben, dass sie von jeder Organisation beliebig adaptierbar sind und somit auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden können.
Die ITIL ist keine Projektmanagementmethode. Sie soll nicht die Einführung einer IT-Infrastruktur organisieren, sondern vielmehr deren dauerhaften Betrieb. Sie definiert eine Fülle von Aufgabenstellungen, die beim Betrieb dieser Infrastruktur anfallen. Damit wird sie interessant für Situationen, in denen der Betrieb dieser Infrastruktur beispielsweise ausgelagert (IT-Outsourcing) oder intern im Rahmen von Profitcenter-Betrachtungen organisiert werden soll. Über die ITIL können sehr einfach Kunden-Lieferantenbeziehungen definiert werden, in denen ein Kunde die Bereitstellung definierter IT-Services in bestimmter Qualität von einem Lieferanten einkaufen kann.
ITIL beschreibt Umsetzungsmöglichkeiten für die wesentlichen Prozesse, die im Rahmen des IT Service Managements und ICT Infrastructure Managements organisiert werden sollten, einschließlich der nicht oder nicht nur spezifisch IT-originären Prozesse wie Strategiebildung, Planung, Controlling, Personalmanagement etc.
IT-Service-Continuity Management
Financial Management für IT-Services